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Unendlich verliebt in hohe Absätze

Es gibt durchaus böse Zungen, die behaupten, Männer dächten nur an Sex – Frauen hingegen nur an Schuhe.

Andere wandeln Marilyn Monroes Erfolgssong „Diamonds are a girl´s best friends“ in „Shoes are a girl´s best friends“ ab.

Eher generös Eingestellte meinen, Frauen könnten nun mal gut Schuhe einkaufen, Männer hingegen prima einparken, und somit sei die Situation doch wunderbar ausgeglichen –kein Grund für genervtes Augenrollen von seiner Seite.

Wenn sie beim Einkaufsbummel schon wieder zuschlägt, obwohl er ihr ganz offen die Frage gestellt hat, ob sie denn wirklich noh ein Paar Schuhe bräuchte.

Aber was soll´s – was interessiert es die „normale“, moderne Frau von heute, wenn insbesondere Mann sich über ihren Schuh-Fanatismus aufregt, der spätestens dann seine Grenzen findet, wenn er von ihrem Budget in eben jene gewiesen wird? Gemessen an Pop-Sternchen Mariah Carey, der Welt größter bekennender Schuh-Maniac und glückliche Besitzerin von gut 10.000 (!) Paar Schuhen, ist das, was die durchschnittliche deutsche Sie in ihrem Schuhschrank verbirgt, ein Klacks. Nur jede Fünfte ist stolze Besitzerin von mehr als 15 Paaren – da ist noch viel Platz bis zu Christian Louboutin-Fan Victoria Beckham (Umfang des Schuhbestandes unbekannt) und den gut 3.000 Paaren der Titianic-Sängerin Celine Dion.

Allen gemeinsam ist die Liebe nicht zu irgendeinem Schuhtyp, sondern zu einem ganz bestimmten. Einige Frauen und sogar auch Männer behaupten, es sei DER Schuh überhaupt, der Frauen noch weiblicher und schöne, begehrenswerte Frauen noch schöner und begehrenswerter macht: der High Heel. All jenen, die nicht zu den geborenen Schuh-Fetischisten gehören, mag sich nun die Frage stellen, wie hoch ein Absatz sein muss, um einen Damenschuh zum High Heel werden zu lassen.

Gute Frage – denn das Adjektiv „hoch“ ist ein relativer Begriff und kein absoluter.

Kenner der Szene – und dazu gehöre ich mit meinen fast 250 Paar High Heels umfassenden Schuhschatz, dessen hochhackige Harmonie nicht von einem einzigen flachen Absatz gestört wird – behaupten, dass ein Damenschuh ab einer Absatzhöhe von 10 Zentimetern das Recht habe, sich High Heel zu nennen. Alles, was darunter liegt, sei einfach nur „mittelhoch“ – andererseits würde man Schuhwerk, das auf Heels von 14 Zentimetern und mehr ( ja, das gibt es tatsächlich !) daher käme, als „Skyscrapers“ bezeichnen.

Somit sei das Definitions-“Problem“ schon mal gelöst – nicht gelöst ist indessen mein ganz persönliches, inzwischen recht großes Problem, welches durch meine nicht therapierbare Shopping-Wut immer größer wird: Wohin mit den vielen High Heels?

Als ich mit dem Stöckeln begann, hätte ich die Kartons nach dem Kauf wohl besser aufgehoben, um die einzelnen Paare in der Box verpackt schön säuberlich stapeln zu können. Habe ich aber nicht getan – mein Pech. Anfänglich – als die Menge an High Heels noch überschaubar war – standen sie alle noch in Reih und Glied in meinem Kleiderschrank. Doch jetzt herrschtdas High Heels-Chaos in meinem Schrank – kein Zweifel, die Sache ist aus den Fugen geraten, ich habe den Überblick verloren.

Vielleicht sollte ich vernünftig werden und mir einfach einen Kauf-Stopp auferlegen?

Oder einfach mal aussortieren – eben jene Paare, die ich kaum noch trage – und sie verschenken, an eine caritative Institution weiter geben oder als Second Hand-Ware für kleines Geld verkaufen?

NIEMALS!

Ich werde es schlauer anstellen und zugegebenermaßen teure, aber schöne Boxen in Größe eines Schuhkartons kaufen, meine Lieblinge gut darin verpacken, die Behälter entsprechend ihres Inhalts beschriften und dann endlich mit dem platzsparenden und Ordnung bringenden Stapeln beginnen. Nie werde ich auch nur einziges Paar High Heels in fremde Hände geben – und ich werde, so lange ich lebe, stets weiter High Heels kaufen!!! Warum? Ganz einfach: Weil sie mich glücklich machen und zu mir gehören wie meine Füße auch!


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