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Plateau Pumps – der Evergreen für Frauenfüße

Plateau Pumps Schwarz-LackPlateau – ein Begriff, der französisch klingt und es auch ist.

Er bezeichnet eine ebene landschaftliche Fläche, welche deutlich höher liegt als ihre Umgebung.

Eine Hochebene also – und auf der glauben modebewusste Frauen auch zu laufen, wenn sie Plateau-Pumps tragen.

Wohlgemerkt: Modebewusst ist eine Frau ganz sicher, wenn sie auf Pumps mit Plateau-Sohle durchs Leben geht.

Dass dieses Schuhwerk mit der optisch auffälligen „Plattform“ unter dem vorderen Sohlenteil auch in der kommenden Frühjahr-/Sommer-Saison wieder der Renner sein wird, mit dem Frau aktuelle Outfits komplettieren als auch den Look vom letzten Jahr „aufpeppen“ kann, haben die Fashion-Shows der vergangenen Wochen bereits bewiesen.

Apropos „Renner“: Rennen kann man mit Plateau Pumps natürlich nicht so gut. Aber dafür sind sie ja auch nicht gemacht. Sie sollen einfach nur schick sein und modisch – und dieser Aufgabe werden sie auch gerecht. Überdies bieten sie einen deutlich höheren Trage- und Laufkomfort als Pumps mit dünnen, spitzen Absätzen und ebenso dünnen Sohlen.

Der Grund ist eben jenes Plateau, welches beim Gehen zunächst einmal für eine insgesamt stabilere Statik sorgt und zum anderen die gefühlte Absatzhöhe mindert. So bewältigt eine Frau in Pumps mit 11-Zentimeter-Absatz und einem 3 Zentimeter hohen Plateau ja eigentlich nur eine Boden-Fersen-Distanz von 8 Zentimetern – ein Plateau-Pumps mit 11cm-Heel ist also ebenso trittsicher wie ein normaler Pumps mit einem 8cm-Absatz.

Grundsätzlich gilt, dass bei einem Plateau-Pumps der Absatz mindestens genauso hoch sein muss wie das Plateau.

Dies ist aber auch schon die einzige Regel, der sich dieser Schuh-Typ – beziehungsweise die Designer, die sich mit seiner Gestaltung beschäftigen – unterwirft. Hinsichtlich Materialien, Farben und Absatz-Formen haben sich Plateau-Pumps nie Grenzen setzen lassen – und vielleicht sind sie auch gerade deshalb seit Jahrhunderten schon so beliebt.

Ja, richtig gelesen: Seit Jahrhunderten schon. Bereits in der Mandschu-Zeit trugen die Chinesinnen so wie die japanischen Getas nämlich Seidenschuhe mit einem durchgehenden, hohen Sockel – im Spanien des 13.Jahrhunderts klapperten die Damen auf stelzenartig erhöhten „Chopines“ umher, und bei den Venezianerinnen nannte sich dieser Schuhtyp später „Zoccoli“.

Im 16. Jahrhundert dann war schließlich Schluss mit den geradezu vorsintflutlichen Plateau-Pumps-Modellen.

Der Grund: Zu wenig Trittsicherheit, zu viele „Unfälle“ mit gebrochenen Knöcheln und gerissenen Bändern – und vor Allem zu viele Fehlgeburten bei schwangeren Frauen, die auf den hohen Sockeln das Gleichgewicht verloren hatten und gestürzt waren.

In den 30er Jahren jedoch wurde der Plateau Pumps wieder entdeckt – und zwar von keinem Geringeren als dem französischen „Schuh-Papst“ Roger Vivier. Ihm war nämlich aufgefallen, dass orthopädische Schuhe mit einem durchgehenden Plateau versehen waren, und fand die Verbindung von Bequemlichkeit und extravagant wirkender Form inspirierend. Also kreierte er flugs ein paar Plateau-Pumps-Plateau Pumps Schwarz GoldModelle, wurde von seinem Hersteller in den USA für verrückt erklärt, überzeugte aber den italienischen Schuh-Designer Salvatore Ferragamo.

Dieser erfand den super-komfortablen Keilabsatz, führte den Plateau Pumps (wieder) in die Modewelt ein und startete damit einen Boom, welcher bis in die 50er Jahre anhielt.

Es war der zum Stöckeln einladende hochhackige Pfennig-Absatz, der dem Plateau-Pumps dann den Garaus machte – denn die Fragilität des superdünnen Absatzes passte nicht zu einer plateau-artig verdickten Sohle.

Die 70er Jahre jedoch brachten das zweite Revival des Schuhtyps – und wie die aktuellen Modezeitschriften und diesjährigen Präsentationen auf den Catwalks zeigen, liegt der Plateau-Pumps immer noch voll im Trend und ist einfach nicht tot zu kriegen.

Vermutlich ist er im Moment sogar der Schuhtyp, welcher den Designern die höchsten kreativen Leistungen entlockt. Wer sich einen kleinen Eindruck davon verschaffen möchte, wird sich auf der Website HeelyWelt.de bestens aufgehoben fühlen. Hier kann man die neuesten Kreationen nicht nur aus einer einzigen Perspektive betrachten, sondern auf 360°-Bildern bewundern.

Bildquelle: Heelywelt.de


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