Mode, Trends & Accessoires

Hurra, die Marlene Dietrich-Hose ist wieder da!

Endlich sind unsere Beine nicht mehr in enge Stoffhülsen eingepfercht, endlich haben sie wieder Luft und Platz, endlich schwingt und fließt es wieder um unsere Knöchel, endlich ist sie zurück – die Marlenehose. Was nach Dietrich klingt, stammt auch von ihr und lässt fast jede Frau so aussehen wie sie – und das fast 100 Jahre später. Der schauspielernde Weltstar setzte eben Maßstäbe, so zum Beispiel in der Mode, wo sie mit ihrem klassisch-eleganten Stil klar machte, dass gerade ein leicht androgyner Touch besonders feminin wirken kann.

Wenn man es genau nimmt, so stellt der von Marlene Dietrich favorisierte und später nach ihr benannte Hosentyp mit den überlangen, fließend-weit geschnittenen Beinen nämlich eine Kopie des damals absolut im Trend liegenden Herrenhosen-Schnitts dar.

Marlene gefiel die Art von Beinkleid, die die Männerwelt in jenen Jahren zum Jackett trug – und ließ sich kurzerhand Männerhosen auf ihre Maße schneidern, um diese dann auf ihre unnachahmliche und  trendweisende Art mit besonders weiblichen Kleidungsstücken und Accessoires zu kombinieren.

So trug sie dazu stets Schuhe mit hohen Absätzen, wodurch ihre ohnehin schon imposante Körpergröße noch majestätischer anmutete und ihre langen Beine noch länger erschienen – außerdem eine elegant unter den Arm geklemmte Etui-Tasche und als Oberteil weiche Schluppenblusen und eng taillierte Schneiderjäckchen.

Kaum zu glauben, aber wahr: Genau diese Kombi ist auch heute noch unschlagbar. Aber das Jahr 2011 wäre nicht Teil des 3. Jahrtausends, wenn die Marlene-Hose nicht ein paar weitere modische Facetten dazu gewonnen hätte. Diese beruhen jedoch im Wesentlichen auf Details, dafür aber kaum in der Veränderung der ursprünglichen Schnittform. Die ist tatsächlich geblieben – der Proportionen wegen, die einfach stimmen müssen, wenn die Marlene-Hose weiblich und gleichzeitig erhaben wirken soll.

So zeigt sich dieser Hosentyp immer noch in der ursprünglichen, klassischen Machart mit hoch geschnittener Taille, die ein schmaler Gürtel schmückt – das Hosenbein wird vom Bund an weiter und endet in schwingender Fülle, dabei reicht der Saum immer weit über den Knöchel hinweg und zeigt sich oft besonders dekorativ mit Umschlag.

Das klingt fast nach einem Kleidungsstück, welches das eine oder andere Pölsterchen charmant kaschiert. Stimmt – die Marlene- Hose lässt kräftige Oberschenkel und Waden verschwinden. Aber eines lässt sie nicht durchgehen: Wenig Körpergröße und kurze Beine. Aber keine Bange: Wer etwas kleiner ist und keine ellenlangen Model-Beine hat, kann sich diesen Hosentyp trotzdem leisten, wenn der dafür verwendete Stoff besonders weich fließt und schlank machend fällt, die Taille außerdem möglichst hoch sitzt und die Silhouette durch besonders hochhackiges Schuhwerk gestreckt wird.

Bildquelle: tokamuwi – pixelio.de

 


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