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Mailänder Modewoche

Mailänder Modewoche

Ciao Milano Moda Donna! Tschüss Mailänder Modewoche! Kaum erst begonnen, ist die Mailänder Modewoche auch schon wieder vorbei. Trotzdem hat sie uns viele schöne Fashion Shows und anregende Mode Tipps für den nächsten Herbst und Winter beschert. Die Designer ließen sich bei den neuen Trends vor allem von der starken Frau inspirieren. Eine Frau, die Persönlichkeit und Charme gekonnt verbindet und sich dezent in Szene setzt. So kann die Frau ihre zunehmende Autorität mit ihrem Look unterstreichen, ohne dabei ihre Weiblichkeit zu verlieren. So entstand eine kontrastreiche Mode, die elegant und knabenhaft, minimalistisch und maximalistisch erscheint. Dieses vielfältige Thema begeisterte die Zuschauer so sehr, dass sich immer mehr Prominente unter die Leute mischten. Unter anderem war Janet Jackson, Lana Del Rey und Charlène von Monaco dabei.

Giorgio Armani entdeckte den jungenhaften Look für starke Frauen

Die Schnitte sind nie hauteng, die Röcke spielen jetzt um das Knie herum und die Mäntel dürfen durchaus etwas länger sein. Sein Highlight ist das Jackett, das nicht mehr nur für das Büro bestimmt ist, sondern auch auf den Laufstegen seinen Platz findet. Abgerundet wird der Look durch schlichte Hüte und Lederhandschuhe. Fast die gesamte Kollektion wird in gedeckten Farben, wie schwarz, grau oder dunkelblau gehalten. Empirio Armani bot auf der anderen Seite aber auch zarte Farben und weiblichere Mäntel mit einem taillierten Schnitt an. Dieses Kontrastprogramm führte er durch die Kombination aus Seide und Mohair in seinen Kleidungsstücken fort.

Ebenso schlichte Formen und Farben setzte Jil Sander ein, die genau vor einem Jahr ihr Comeback feierte. Ihrem Stil ist sie allerdings treu geblieben: Kühl, modern und gradlinig. Ihre Röcke reichen ebenfalls bis zum Knie oder darüber hinaus und auch ihre Mäntel besitzen einige Zentimeter mehr an Stoff. Trotz ihres eigenen Stils hat sie sich das Motto der starken Frau zu Herzen genommen und streicht die Haare der Models eng am Kopf in einem Zopf zusammen. In ihrer Kollektion lassen sich nur wenige Farbkleckse finden, die den gedeckten Farben zur Seite stehen. Dolche & Gabanna schloss sich dem minimalistischen Bild an und kreierte Tweed-Looks in Salz- und Pfefferoptik. Die Kleider sind nicht geschmückt, sondern bestechen nur durch die unglaublich sauberen Schnitte.

Das absolute Kontrastprogramm bot die Kollektion von Roberto Cavalli

Dieser Mann interpretierte die weibliche Stärke nicht im Minimalismus sondern in großer, aber schlichter Opulenz. Zwar wandte er sich auch eher den gedeckten Farben zu, aber trumpfte dafür umso mehr mit Materialen und Accessoires. Im Vordergrund rückten schwere, lange Fellwesten und auffälliger Schmuck. Kaum ein Stück aus seiner Kollektion besitzt keinen glänzenden Aufdruck oder viele kleine Pailletten. Edle Stoffe, wie Seide oder Samt verleihen seinen Kleidern feminine Eleganz und ab und zu ließen Hauchfeine Stoffe ein bisschen Haut durchblitzen. Die Haare seiner Models wurden stets streng und glatt zu einem Mittelscheitel gekämmt und beim Make-Up setzte er den Fokus auf geheimnisvolle, dunkle Smokey-Eyes.

Dolche & Gabanna setzte nicht nur auf Minimalismus, sondern auch auf eine prunkvolle Kollektion. Allerdings lag ihre Inspirationsquelle für eine starke Frau eher in der Religion. Ihre Kleider lassen stark an die heilige Maria erinnern, weil sich goldene Prints und Christus-Elemente wieder finden. Hinzu kommen königlicher Schmuck und prächtige Steine auf den Kleidern, Schuhen und Taschen. Die Betonung bei dem Make-Up viel vor allem auf den hohen, weiblichen Wangenknochen. Dazu wurden die sinnlichen Lippen der Models in einem tiefen Rot geschminkt.

Insgesamt wurde viel mit neuen Materialen statt mit Farbe experimentiert. Hier und da lässt sich ein kleiner Farbschimmer erkennen, doch im Großen und Ganzen können wir uns auf eine dunkle Saison einstellen. Die Meinung der Frauen wird ernst genommen und mit die der Männer gleichgestellt. Mode ist eben nicht das einzige Statement einer starken Frau!

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/matte0ne/5499708993/


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