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Jeans – forever Jeans

JeansSie ist uralt und doch nicht totzukriegen, eher jung wie nie zuvor.

Erfunden wurde sie in den USA – und erstmalig produziert von Levi Strauss, der die Hose aus strapazierfähigem Denim gearbeitet und mit unverwüstlichen Nähten versehen 1870 in die Weiten der amerikanischen Prärie schickte.

Schließlich war die Jeans nämlich eigentlich als reine Arbeitshose gedacht, welche die Arbeiter auf den Farmen und die Cowboys bei der Feldarbeit, dem Zureiten der Pferde und beim Viehtreiben begleiten sollte.

Unverwüstlich sollte sie sein – und das war sie auch tatsächlich.

Ihre damalige Optik entsprach dem, was wir bei den modernen Jeans als „Worker Style“ bezeichnen. Sie war mit vielen Taschen besetzt und trug am rückwärtigen Teil des Bundes den so genannten „Chain Reveal“, einen Riegel, welcher den Werkzeuggürtel an seinem Platz hielt.

Auch die in den Anfangsjahren der Jeans übliche weite Schnitt-Form wird heute noch produziert – dann nennt sie sich „Loose fit“ und gibt den Menschen des 21. Jahrhunderts weltweit jene angenehme Bewegungsfreiheit, die sie in ihrer Freizeit so schätzen. In den Zeiten des Wilden Westen indessen war genau das dringend nötig, damit Farmer und Cowboys überhaupt ihre Arbeit tun konnten. Was für uns heute schick ist, war früher blanke Notwendigkeit.

Tja, wie die Zeiten sich ändern. Das zeigte auch die nächste Lebensphase der Jeans – nämlich jene, in der sie quasi zum Zeitgeist der Jugend gehörte und auf diesem Wege ihren Einzug in die Modewelt, z.B. mit Jeans von Fornarina fand. Die Rede ist von den Fifties – der Zeit James Deans, der jener indigo-gefärbten Hose zu einem schlankeren und geraden Schnitt verhalf. Sie wurde für die junge Generation zum Symbol einer ganz neuen Freiheit, die sie vom klassischen Kleiderzwang befreite und ihnen stattdessen eine bequeme Alternative offerierte.

Nicht nur Männer begeisterten sich für die Jeans – auch die Frauen entdeckten sie und nutzten sie als ersten Schritt in die Emanzipation, indem sie sie entweder in der „Männerversion“ übernahmen oder sie stattdessen in der besonders femininen Rockabilly-Variante  mit hohem Bund trugen.

Dann kamen die wilden 70er – und mit ihr die Jeans mit Schlag. Zusammen mit der „Flowerpower“ bunter Blumenmuster kreierte sie den Hippie-Style – und ist heute ebenso wieder „en vogue“ wie das Rockabilly-Modell aus den Fünfzigern. Zu ihr gesellen sich hautenge Röhren, so genannte Bootcuts und auch wieder die gute alte Karotte aus den 80ern – außerdem unzählige Farben und Waschungen, Längen und Designs. Inzwischen hat sich die Jeans zum modischen Multitalent entwickelt und zu einem unserer alltäglichsten Kleidungsstücke, welches wir auf jede nur erdenkliche Art und Weise kombinieren und stylen – und zu wirklich allen Anlässen tragen.


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