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Der neue Oversized-Trend

Der neue Oversized-Trend

Natürlich ist es toll, wenn ein Kleidungsstück perfekt sitzt – bei Röhrenhosen, Blazern und Bleistiftröcken ist das zudem unerlässlich. Aber selbst Frauen, die gerne Mode „auf Figur“ tragen, wissen es sicherlich auch zu schätzen, wenigstens hin und wieder lockere und lässig weit fallende Kleidung zu tragen und sich darin einfach nur rundum wohl zu fühlen.

Der Nachteil: Frau kann auf diese Weise meist nur schwerlich ihre weiblichen Vorzüge demonstrieren und ins beste Licht rücken. Schade, dass in der Mode „bequem“ und „figurbetonend“ eigentlich nicht unter einen Hut zu bringen sind.

Oder vielleicht geht das doch?

Ja, in dieser Fashion-Saison sieht es tatsächlich aus, als wenn sich beide konträren Features die Hand geben und eine geradezu umwerfende Symbiose eingehen können.

Die internationalen Top-Designer machen es vor – denn viele von ihnen nahmen in ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2011 zumindest ein paar Oversized-Modelle oder gar komplette „Übergroß“- Outfits auf und zeigten damit, wie reizvoll weiblich es sein kann, wenn sie sich gekonnt und modisch verhüllt.

Sicherlich hat nicht jede Frau – und sei sie noch so modeinteressiert – eine konkrete Vorstellung davon, was Oversized-Fashion eigentlich ist. Viele denken wohl, es handele sich dabei um übergroße Schlabber-Kleidung, in der Mann kaum etwas von den Formen einer Frau sieht. Dem ist aber keineswegs so – denn „oversized“, also „größer als die eigentliche Kleidergröße“, trägt die Fashionista niemals als Komplett-Outfit, sondern immer nur in Form eines Kleidungsstücks. So deutet sie die Übergröße immer nur an – und zwar entweder am Unter- oder am Oberkörper, während die andere Körperhälfte durch besonders schmal geschnittene Kleidung gezielt betont wird. Auf diese Weise entsteht ein ästhetisches Gleichgewicht, welches auch kritische Mode-Ladies und Verfechterinnen des Tight Fit-Looks überzeugen dürfte.

Wichtig ist, dass eine insgesamt schöne Silhouette entsteht. Daher eignen sich qualitativ hochwertige Stoffe, die etwas schwerer fallen, besonders gut für Kleidung im Oversized-Stil. Interessant, dass alle Designer, die sich in dieser Saison dem Übergroß-Trend anschließen, kein bestimmtes Kleidungsstück bevorzugen, sondern Blazer und Mäntel, Strickjacken und Kleider, Röcke und Hosen mit jener typischen Fülle und dem überaus lockeren Sitz ausgestattet haben. Und auch sie achten auf geschicktes Kombinieren und ergänzen zum Beispiel eine weite Baggy-Hose mit engem Top oder Pulli, den übergroßen Blazer mit Röhrenhose und Stiletto-Pumps.

Wenn Frau Oversized trägt und dabei keinen Schlabberlook entstehen lassen, sondern gerade so besonders weiblich wirken möchte, sollte sie also den Mut zu Kontrasten haben – und zusätzlich auch Erfahrung im gekonnten Umgang mit modischen Gegensätzen besitzen.

Bildquelle: © Dmitrieva Daria – Fotolia.com


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